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499. Einsatz der Tapferen Knirpse bei Lara-Joy

Der Aufruf im Forum kam am 9. November 2017. Da ich noch ganz neu bei den Tapferen Knirpsen war, war ich mega aufgeregt aber freute mich gleichzeitig darüber, als mir der Call zugeteilt wurde.
Nach der sehr liebevollen Kontaktaufnahme mit der Mutter verabreten wir uns etwa eine Woche später, denn die zweijährige Lara-Joy sollte ihre letzte Reise antreten und wurde gerade ins Hospiz verlegt.
Ihre Geschichte ist lang und schmerzhaft. Lara-Joy kam im September 2015 mit 1950 Gramm zur Welt. Sie sollte als kleine Schwester zu ihren beiden großen Schwestern die Familie komplett machen. Eine Erkrankung war bis dahin nicht bekannt und sie galt als gesund. Nur aufgrund des geringen Gewichts kam sie auf die Neugeborenenintensivstation, um aufgepäppelt zu werden. Bei der Überwachung stellte man plötzlich aber ein auffälliges Herzgeräusch fest, welches sich später als komplexer Herzfehler herausstellen sollte.
Doch man machte der Mutter Mut. Sie verbrachte die ersten fünf Monate fast ausschließlich im UKE. Dann folgte die erste Operation und mit dieser begann ein langer Kampf. „Ca. acht Wochen nach der OP war mir klar, mit meinem Kind stimmt etwas nicht“. Was darauf folgte war ein Marathon an Operationen, Rehas und weiteren Diagnosen. „Lara-Joy war eine reine Baustelle“. Die Ärzte versuchten alles, diesem kleinen Mädchen zu helfen, doch wurden der vielen Probleme einfach nicht Herr. Zum Zeitpunkt des Aufrufs hatte dieser kleine tapfere Knirps also schon zwei Jahre Krankenhaus mit allem drum und dran hinter sich…
Als ich hörte, dass aktuell niemand wusste, wie lange die Kleine noch überleben wird, stockte mir der Atem. „Kurz vor ihrem zweiten Geburtstag hat Lara-Joy mir gezeigt, dass es reicht, dass Sie nicht mehr kann“. Sie sollte nun endlich von Ihren Qualen erlöst werden und den letzten Weg zu den Sternen gehen. Es musste also schnell gehen.
Am 17. November trafen wir uns in der Sternenbrücke in Hamburg. Ich erwartete irgendwie eine aufgelöste, zutiefst traurige Mutter. Ich traf dagegen eine starke und gefasste Frau an, die ihre kleine Tochter nicht aus den Augen ließ und man in jeder Handbewegung und mit jedem Wort merkte, wie erleichtert sie war, dass es Lara-Joy gerade GUT geht. Man spürte förmlich, dass die Entscheidung, diesen Kampf zu beenden, die richtige war – so hart sie auch sein mag.
Bibi und Tina lief im CD-Player. Das hört meine Tochter auch gern, dachte ich für mich. Der kleine Esel I-Ah wachte an Lara-Joys Bett. Lara-Joys Mutter erzählte mir ein wenig von ihrem bisherigen Weg und ich fotografierte ganz ruhig nebenbei. Da Lara-Joy gerade schlief, fragte ich, was sie sich für Fotos wünscht und ob wir das Mädchen auch aus Ihrem Bett nehmen könnten.
Daraufhin entstanden sehr emotionale Aufnahmen und ich war froh dass wir diesen Herzenswunsch noch erfüllen konnten. „Ich habe sie so akzeptiert, wie sie war. Sie war mein Wunderkind“. Zwei Tage später trat Lara-Joy ihren letzten Weg an und wurde „vom Wunderkind zum Wunderstern“.

antjewulf

Noch ein Gedanke “499. Einsatz der Tapferen Knirpse bei Lara-Joy”

Ich habe ein Zimmer mit ihr geteilt, mein reine Zuneigung ihr und Lara-joy. Gegeben und für sie dazu sein. Meine kleine mullemaus liebe gelernt, sie fehlt einem unheimlich. Du wirst unvergesslich sein.
Wir denken täglich an sie.
In liebe
Vivien und dein kleiner Kumpel damian-kyle

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