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346. Einsatz der Tapferen Knirpse bei Jonas

jonas
An einem Sonntag Nachmittag durfte ich – mit eigener Familie im Gepäck – den Tapferen Knirps Jonas und seine Familie kennenlernen. Am Speicherbecken haben wir uns den frischen Wind um die Nase wehen und ein paar schöne, ausgelassene Momente in Form von Bildern entstehen lassen. Als sich die Mama des 14-jährigen Jonas bei den Tapferen Knirpsen beworben hat, schrieb sie, dass Jonas ein sehr tolles, herzhaftes Lachen hat. Das kann ich einfach nur bestätigen, auch wenn sein bisheriger Weg alles andere als die Sonnenseite des Lebens beschreibt.
Jonas kam in der 27. Schwangerschaftswoche per Notkaiserschnitt zur Welt. Nach viertägigem Aufenthalt auf der Kinder-Intensivstation, verschlechterte sich sein Zustand, da der Darm noch nicht richtig ausgebildet war. Sein noch so kleiner Körper drohte, aufgrund des porösen Darmes, zu vergiften. Die ganzen Darmbakterien konnten ungehindert in den Bauchraum gelangen. Am fünften Tag wurde er per Hubschrauber nach Bremen in eine Spezial-Klinik geflogen, wo direkt eine Operation eingeleitet wurde. Durch beidseitiges Gehirnbluten wurde nach einer Erholungszeit auch noch festgestellt, dass Jonas’ Gehirnwasser nicht mehr ablaufen konnte. Eine weitere Operation war notwendig in der ein Schlauch (Hydrozephalus) eingesetzt wurde, der das Gehirnwasser ablaufen lassen konnte. Leider war diese Prozedur nicht so einfach, da dieser Schlauch oft verstopft war oder zu viel Wasser hat ablaufen lassen.
Letztendlich musste er bis jetzt 18 Operationen wegen des Schlauches über sich ergehen lassen. Im Februar diesen Jahres kam dann auch noch ein Schlaganfall hinzu, wo er sich aber zum Glück nach nur zwei Wochen ohne weitere, bleibende Schäden an seinem noch so jungen Körper erholte. Jonas ist eine echte Kämpfernatur mit einer starken Familie im Rücken! Es war ein wundervoller Nachmittag mit ganz tollen Bildern, die diesen Tapferen Knirpsen zeigt wie er ist: ein wahrer Sonnenschein! Auch meiner Familie hat dieser kleine Ausflug sehr gefallen. Gestern noch zeigte meine 6-jährige Tochter auf einen Behinderten-Parkplatz und sagte: Mama, schau mal: ein „Jonas-Parkplatz“. Auch andere Kinder können es gar nicht früh genug lernen, wie wichtig es ist, die Toleranz/Akteptanz und den „normalen“ Umgang mit Menschen mit Behinderungen zu lernen.
Ich sage „Danke“ für die schöne Zeit mit euch!

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