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341. Einsatz der Tapferen Knirpse bei Estelle

estelle
Nach einem verregneten Frühjahr und einigen Terminverschiebungen ist es endlich soweit: ich kann die kleine Estelle mit Mama Inka und Papa René endlich treffen. Wir haben uns zu einem kleinen Spaziergang verabredet. Estelle bringt ihr Dreirad mit und während wir Erwachsenen uns ein wenig unterhalten, düst sie munter den Weg rauf und runter. Inka sagt dann: „Ein paar Fotos machen wir auch ohne Mütze,“ und erst dann sehe ich, daß Estelle keine Haare hat. Die sind noch nicht wieder nachgewachsen. Inka berichtet von der Krankengeschichte Estelles:

Estelles Krankheit ist Mitte September 14 damit angefangen, daß sie nicht mehr essen wollte und ich eine kleine Schwellung im Gaumenbereich festgestellt habe. Dann ging alles sehr schnell. Wir sind gleich nach Oldenburg geschickt worden, wo man feststellte, daß sie einen schnell wachsenden Tumor hatte. Innerhalb einer Woche war er so gewachsen, daß sie nur noch Flüssignahrung zu sich nehmen konnte. Der genaue Fachausdruck ist „embryonales Rhapdomyosarkom der Fossa pterygoplatina“ rechts ohne Hinweise auf Metastasen.
Am 2.0ktober bekam sie dann die erste Chemo, die ihr leider nicht gut bekam. In der Nacht fing der Tumor zu bluten an und sie musste notoperiert werden. Wir haben eine Woche auf der Intensivstation verbracht, das war die schlimmste Zeit für uns Eltern. Estelle war aber stets fröhlich und hat sich wieder ins Leben gekämpft. Die zweite Chemo hat sie auch nicht gut verkraftet, sie konnte ihr Glieder nicht mehr kontrollieren und im Zelltief hatte sie immer Fieber. Die Ärzte haben dann entschieden, daß Estelle ein anderes Medikament bekam. Dieses hat sie wesentlich besser vertragen. Nach der dritten Chemo konnten wir dann endlich sehen, wie der Tumor zurück ging. Man merkte auch, daß es ihr langsam immer besser ging. Nach sieben langen Wochen durften wir dann das erste Mal nach Hause. Leider immer nur kurz, da sie zwischen zeitlich immer wieder Fieber bekam oder eine neue Chemo anstand. Anfang Januar erhielt Estelle eine PEG-Magensonde, da sie eine sechswöchige Patronenbestrahlung bekam und die Ärzte Angst hatten, sie würde nicht mehr Essen. Estelle hat die Bestrahlung echt super überstanden. Sie war immer gut drauf, so schlecht es ihr auch manchmal in der Zeit ging. Sie ist ein unglaublich fröhliches Kind, eine wahre Kämpferin.
Mittlerweile hat sie alles gut überstanden und das MRT ist sehr gut ausgefallen, so daß man sagen kann, der Tumor zu 80 % rückläufig.

Ich wünsche dem kleinen Sonnenschein Estelle alles Gute und weiterhin gute Besserung und behalte Dir die Fröhlichkeit!

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