Lädt. Bitte Warten...

Kategorien

Schlagwörter

192. Einsatz der Tapferen Knirpse bei Leonard

leonard

„Besonderes Kind“ – in dem langen Kontakttelefonat mit Mama Alexandra ist mir besonders dieser Ausdruck ins Bewusstsein getreten. Nicht nur das sie es sagte, sondern wie sie es sagte.
Mein zweiter Einsatz für die Tapferen Knirpse. Noch mehr stellte sich für mich heraus, dass es nicht nur die Kinder sind, welche wirklich was Besonderes an sich haben, sondern auch die Eltern. Eltern die sich einer solchen Verantwortung stellen. Sie sind die Personen die tagtäglich diese Waagschale übernehmen müssen, zwischen der ganz eigenen Welt Ihres Kindes und der harten Realität. Diese beschützen und kämpfen für Recht und Unrecht. Auch wenn wir in Deutschland zum Glück wirklich gute Sozialleistungen haben, sind Behördengänge und Ärztetorturen sicherlich schwer und oftmals nervenaufreibend.
Im Idealfall haben diese Eltern gelernt, manchmal die Mauern fallen zu lassen und auch mal kurz durchzuatmen. Diese Familien spiegeln es wieder, das Lachen der „besonderen Familien“.
Leonard (7) ist der Jüngste von drei Kindern, welcher in seinem kurzen Leben bisher viele Diagnosen gestellt bekommen hat. Viele davon führen zu diversen Einschränkungen und Umstellungen im Leben und sind nicht immer leicht zu integrieren.
Das größte Handicap waren die Anfälle aufgrund von symptomatischer Epilepsie, welche durch einen speziellen Eingriff zum Glück abgewendet werden konnte. Damit ging es einen Schritt bergauf und mit den Jahren folgten weitere kleinere Schritte.
Einer der aufregendsten Momente war wohl das neue Familienmitglied Theo. Ein Therapiehund welcher nur die Möglichkeit hatte einzuziehen, weil ein ganzes Dorf zusammengehalten hat. Durch die Zeitung wurde die Notwendigkeit publik gemacht und zu Spenden aufgerufen, für die Familie war es der reinste Segen.
Leonard hat seit dem große Fortschritte gemacht und nun auch immer einen Freund an seiner Seite, der auf ihn aufpasst.
In dem Moment als ich Leonard und seine Familie persönlich kennengelernt habe, hatte ich den Eindruck, dass er ganz stark in seiner eigenen kleinen Welt war – dies kommt des Öfteren vor. Ich bin mir nicht sicher wie sehr ihm bewusst war, dass ich da war. Was ich beobachten durfte war herzergreifend. Ich sah wie ein kleiner Junge all seine Sinne ganz offensichtlich benutzte, um alles zu spüren (taktile Wahrnehmung), um zu verstehen – eine Fähigkeit die wir Menschen leider viel zu schnell verlieren, ist für Leonard Lebenselixier. Ich sah einen kleinen Jungen der sich intensiv mit Kleinigkeiten auseinandersetzt und zwar HIER und JETZT. Im Kuhstall fing er plötzlich an zu tanzen und den Hühnern hörte er mit voller Leidenschaft zu.
Ich sah eine Familie, die liebevoll und stark ist und ich sah eine Familie welche sich in schwierigen Lebenssituationen hält.
Danke, dass Ihr mir diesen Einblick in Euer Leben gewährt habt. Ich wünsche Euch weiterhin kleine und große Erfolge, mit der nötigen Portion Humor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Details Details Gefällt mir

Share it on your social network:

Or you can just copy and share this url
Spalten/Reihen
Scroll Richtung
Kachel Größe
Kachel Design
Ansicht
Anpassen
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.