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442. Einsatz der Tapferen Knirpse bei Sinja

sinja
Sinja ist ein richtig tapferer kleiner Knirps. Sie und ihre Eltern haben in ihren sechs Lebensjahren schon eine Menge Hürden überwinden müssen bzw. lernen müssen, mit ihnen zu leben.
Geboren wurde Sinja im Januar 2010 und erlitt bereits im Alter von vier Wochen ihren ersten epileptischen Anfall, weitere Anfälle folgten mit drei Monaten.
Ihre Entwicklung verzögerte sich, Sinja bewegte sich kaum, konnte nicht krabbeln. Trotz vieler Untersuchungen warteten ihre Eltern vergeblich auf eine Diagnose, woran dies lag.
Nicht nur die Entwicklung der körperlichen Motorik war stark beeinträchtigt, auch sprachlich entwickelte sich Sinja nicht. Bis heute kann sie nur Laute von sich geben. Die Krankengymnastik, die sie permanent seit ihrem sechsten Lebensmonat erhält, hat geholfen, dass sie mit zwei Jahren endlich das Krabbeln erlernte und mit fast fünf Jahren das Laufen.
Bis heute ist nicht geklärt, woran Sinja leidet. Vermutlich ein unbekannter Gendefekt, ein Arzt bezeichnete es als „Laune der Natur“.
An einem richtig warmen Spätsommertag konnte unser Shooting endlich stattfinden. Wir wollten mit Sinja nach draußen auf den Spielplatz gehen, da sie dort gern ist. Ich freute mich auf diesen Termin und war gleichermaßen etwas aufgeregt. Mir kamen die Eltern mit einer süßen Rothaarigen an der Hand entgegen. Auffällig war in diesem Moment nur, dass sie ungewöhnlich still und ausdruckslos war. Hätte ich es nicht gewusst, mir wäre nichts aufgefallen.
Auf dem Weg zum Spielplatz berichteten Sinjas Eltern lächelnd über das Leben mit dieser „Laune der Natur“. Trotz der großen Fortschritte, die sie inzwischen mit Hilfe der ständigen Krankengymnastik machen konnte, kann sie z. B. noch immer nicht alleine essen oder trinken, jeden Tag müssen die Motorik und die Sprache geübt werden.
Nach anfänglichem Zögern taute Sinja auf und auch wenn die entsprechende Mimik hierzu in ihrem Gesicht fehlte, so war doch in ihren Augen zu sehen, wie viel Freude sie am Schaukeln oder Rutschen – mit der Unterstützung durch ihren Papa – hatte. Den Spaß, den wir an diesem Nachmittag hatten, brachte sie auf ihre Weise zum Ausdruck – was mich besonders gefreut hat.
Getroffen habe ich bei meinem zweiten Einsatz für die Tapferen Knirpse eine junge Familie, die ihrem so besonderen Kind mit viel liebevoller Zuwendung und Kraft zur Seite steht und dabei zu Recht stolz auf die Hürden zurückblickt, die sie gemeinsam schon gemeistert haben.
Aber auch in die Zukunft blicken sie voller Zuversicht; so wurde Sinja doch am Tag nach unserem Shooting in die erste Klasse einer Heilpädagogischen Schule eingeschult.
Ich wünsche Sinja und ihrer Familie von Herzen alles Gute!

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