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232. Einsatz der Tapferen Knirpse bei Jari

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Im August war ich wieder einmal als Fotografin für die Tapferen Knirpse unterwegs und diesmal in Begleitung einer Reporterin von SAT1 Regional für Rheinland Pfalz/Hessen für die Vorabendsendung 17.30 Uhr, die über die Tapferen Knirpse einen Bericht drehen wollten.

Nach einem ganz lieben und netten Telefonat mit der Mama Swantje, lernte ich dann am 23. August die bewundernswerte Familie Scheiner aus Groß Umstadt, im Park Schönbrunn in Aschaffeburg kennen. Familie Scheiner sind die Eltern Swantje und Gerd, mit den drei quirligen Jungs Jari und Bela (3 Jahre) und Heiiki (5 Jahre). Die Zwillinge Bela und Jari kamen schon in der 25. SSW viel zu früh zur Welt und wogen nur 680 Gramm. Die Prognosen der Ärzte wie die Zwillinge sich entwickeln könnten, deckten zu diesem Zeitpunkt alles ab. Von einer Schwerstbehinderung bis zur vollkommenen Genesung sollten die Eltern sich auf alles einstellen. Ein schwerer Schlag für die junge Familie, aber sie ließen sich nicht entmutigen und kämpften zusammen mit ihren Zwillies sich Stück für Stück durch eine harte Zeit. Bela hat sich super entwickelt, hat alles aufgeholt und ist heute ein kleiner gesunder Bub, der zusammen mit seinem großen Bruder Heiiki die Welt entdeckt und seine Eltern auf Trab hält. Jari dagegen hat leider die frühe Geburt nicht so gut weg gesteckt, musste sich bis heute mehreren OP’s unterziehen und ist blind, kann nicht selbständig sitzen, gehen, sprechen oder selbständig essen.

Seit dem Frühjahr gehen alle drei Brüder in einen Integrationskindergarten und als im Frühjahr eine Kindergartenfotografin dort Fotos machte, meinte sie das es nicht möglich sei mit Jari Bilder zu machen. Somit bekamen die Eltern von ihm keine Bilder. Noch nicht einmal auf dem Gruppenbild war er zu finden. Swantje und Gerd waren darüber sehr traurig und wie sie durch einen Beitrag in der Hessenschau von den Tapferen Knirpse erfuhren, haben sie sich bei uns um ein Shooting beworben.

Ich war nun ihre Fotografin und der größte Wunsch der Mama war es, das alle drei Jungs auf einem Bild zu sehen wären. Um das Shooting für die Jungs als kleines Erlebnis zu gestalten, organisierte ich einen Bollerwagen in dem Jari super sitzen konnte. Bunte Luftballons und mehrere Tüten Entenfutter fanden den Weg ins Auto und los ging es. Treffpunkt war der Parkplatz am Park Schönbrunn und natürlich wurde ich erst einmal etwas skeptisch von Bela und Heiiki beäugt. Wie Jari dann im Bollerwagen saß, eingekuschelt zwischen Kissen und einer Decke, ging es los in den Park. Abwechselnd wurde Jari von Papa, Bela und Heiiki gezogen und bis an meinem angedachten Platz fürs Shooting war jede Scheu zu mir verschwunden. Und los ging es, mit dem Fotografieren. Jari immer mittendrin und auch das Bild der drei Jungs war super schnell im Kasten. Jari in die Mitte genommen und meine große Fototasche im Rücken zur Unterstützung, war das Bild überhaupt kein Problem. Besonders interessant fanden die Jungs das Enten füttern, die dort in Massen auf dem Teich schwimmen und natürlich waren sie total fasziniert wie die dicken fetten Karpfen sich ihren Anteil an Brotkrumen abholten.
Nach ca. 1 Stunde stieß die Reporterin Lena Mosel von SAT1 zu uns und von dem Zeitpunkt an, war ich fast vergessen, denn die große Fernsehkamera mit den ganzen vielen Knöpfen, Schiebern und Reglern war natürlich super interessant. Nach einer Einführung an der Kamera hatte die liebe Lena zwei neue Assistenten an ihrer Seite.
Der Dreh, die Interviews mit den Eltern und mir, absolvierten wir zwischen fotografieren, Enten füttern und ab und zu mal eine Pause machen. Nach insgesamt 2,5 Stunden konnte alles eingepackt werden und die 5 sind dann noch weiter zum Irrgarten dort im Park, um Verstecken zu spielen.

Schon wenige Tage später bekam ich die Nachricht, das der Film fertig sei und am Abend ausgestrahlt würde. Einen großen Dank an Lena Mosel für die tolle Reportage.

SAT1 1730 live

Wie ich erfahren habe, erzählen Bela und Heiiki heute noch oft von unserem schönen gemeinsamen Nachmittag. Ich wünsche den Fünfen alles Gute für die Zukunft und das die Jungs weiterhin ihren Weg gehen werden.

2 Noch ein paar Gedanken “232. Einsatz der Tapferen Knirpse bei Jari”

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